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Das verschieferte Fachwerkhaus an der ehemaligen "Chaussee Cölln-Berlin", der heutigen Berliner Straße, hat eine lange und sehr bewegte Geschichte. Davon wurde schon vor Generationen schriftlich Zeugnis abgelegt. Da in einem korrekt geschriebenen Buch, auch nur mit einem "H" im Wachholder..... |

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Erbaut ca 1793 auf Fundamenten aus dem Jahr 1488 (der Grundstein wurde bei Umbauarbeiten in den 1930er Jahren entdeckt), war das Haus 1817 bis 1911 Wohnhaus der Familie Eversbusch. Auf dem gegenüberliegenden Parkplatz befand sich bis ins 17. Jahrhundert eine Richtstätte des Femegerichts. Hier wurden verurteilte Straftäter gerädert und gehängt. Später wurde an dieser Stelle der Straße, also am "Wachholderhäuschen", der Straßenmaut, das sogenannte "Chausseegeld", erhoben. Die Originale der Bilder können Sie im Rahmen einer Brennereibesichtigung anschauen!(Die aufgrund der Spiegelung auftretende Schrägstellung der untenstehenden Fotografien bitte wir zu entschuldigen) |
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Postkarte von ca. 1905 |
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Da also hier eine Fahrtunterbrechung stattfand, bot sich die Einrichtung einer Gaststätte an. So entwickelte sich das "Wachholderhäuschen" genannte Haus zur gastronomischen Unterbrechung der damals anstrengenden Fahrt mit der Postkutsche über Land. |
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Bei Doppelwachholder und Bier, beides wurde hier hergestellt, konnten sich die Reisenden erholen. Nach Wegfall der Mautstelle blieb das Haus natürlich Gaststätte, unterbrochen einzig durch die Jahre 1945 bis 1948, in denen sowohl Brennerei als auch Gaststätte und Wohnhäuser der Familien Eversbusch für die britische Kommandantur beschlagnahmt waren. Die Löcher in den Wandvertäfelungen zeugten bis 2011 von der Darts-Begeisterung der damaligen "Stammgäste" und befinden sich heute unter Rigipsverkleidungen. Große Teile der historischen Wandvertäfelungen sind vom jetzigen Pächter denkmalgerecht und reversibel verkleidet worden.. |
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1998 wurde das Haus beim damaligen Pächterwechsel innen und außen behutsam saniert, um den Gesamteindruck des Gebäudes nicht zu verändern. Die Eigentümer legten Wert auf die Erhaltung des Ursprünglichen, was sich im Jahre 2009 mit dem Erreichen eines der ersten drei NRW-Plätze im Bundeswettbewerb "Historische Gasthäuser" niederschlug. Seit dem 14.08.2009 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. So konnten dann auch 2011 nach Neuverpachtung und Konzeptwechsel durch den aktuellen Pächter nur im Inneren des Gebäudes Veränderungen vorgenommen werden. Auch diese müssen in einem Denkmal denkmalgerecht und reversibel sein, d. h. der originale .Zustand des Denkmals von 2009 muß wiederherstellbar bleiben. Einiges, was der "alte Gast" vermisst, wird er in der Ausstellung der Wachholderbrennerei und in den Räumen der Brennerei wiederfinden: so weicht der Familienstammbaum dem neuen Konzept, auch die Tabakspfeife des Peter Christoph Ernst Eversbusch findet nun ihren Platz im kleinen "Eversbusch-Museum". Und etliche der Bilder aus den Gasträumen finden neue Plätze an Brennereiwänden. Die Schanksäule auf der Theke erkennt man wieder: hier fließen nach wie vor "Eversbusch"-Doppelwachholder und "Korn-Anisette" aus der Leitung und nicht aus dem Krug! Rufnummer "El Mosquito im Wachholderhäuschen": 02331-9812012 |